Nina Schickling
Nach fünf Jahren bei Theater et zetera und sieben Jahren, die ich mit
Georg zusammen-gearbeitet habe, kann ich sagen, dass die Entscheidung
Theater zu spielen eine der besten meines Lebens war. Ich habe schnell
gemerkt, dass Theater weniger ein Hobby und mehr eine Leidenschaft ist,
die mich über die Jahre stark geprägt hat.
Was das Theater spielen von anderen Hobbies so stark unterscheidet sind
die Leute, die man im Laufe kennenlernt. Die Intensität, mit der man
zusammenarbeitet, macht es unmöglich nicht jede Person ausführlich
kennenzulernen und enge Bindungen, sowohl einzeln als auch als ganze
Gruppe, aufzubauen. Freundschaften entstehen schon nach kurzer Zeit
und viele halten ewig. Man kann jemanden fünf Jahre lang nicht sehen
und es fühlt sich dennoch an, als wäre die Person nie weggewesen. Meine
Theatergruppe ist für mich ein sicherer Ort geworden, an dem ich meine
Sorgen und Probleme äußern, meine Meinung sagen und einfach nur ich
selbst sein kann. Darüber hinaus ist die Zeit bei Theater et zetera
unvergesslich und es ist jedes Mal schön, sich beim Mittag-essen über
vergangene Zeiten auszutauschen.
Ich würde behaupten, dass niemand, der noch nie Theater gespielt hat,
weiß was es eigentlich bedeutet. Auch Schultheater könnte meiner
Meinung nach nicht unterschiedlicher sein. Durch Georg habe ich
erfahren, was Theater spielen eigentlich ist und auch, was es nicht ist. Ich
habe den Unterschied gelernt zwischen Vorgeben jemand zu sein und sich
tatsächlich in die Person hineinzuversetzen. Ich habe gelernt bestimmte
Gefühle in mir auszulösen und sie beim Spielen zu nutzen. Ich habe
gelernt nicht nachzudenken und mich selbst zu überraschen. Ich habe
gelernt die Angst vor Verurteilung zu überwinden und einfach das zu
machen, was ich für richtig halte. Ich habe gelernt welche Textformen es
gibt, wie ich sie am besten verfassen kann und vor allem, wie unwichtig
der Text doch ist. Ich habe gelernt mich auf Dinge einzulassen, auch wenn
sie mir komisch vorkommen und ich nicht weiß, wofür sie gut sein sollen.
Das weiß man bei Georg nämlich nie. Ich habe gelernt mich von allem
und jedem inspirieren zu lassen und meine Ideen in Texte, Bilder,
Choreografien etc. umzuwandeln. Ich habe gelernt, dass es keine Fehler
gibt, nur Dinge, die einen überraschend in eine andere Richtung leiten.
Ich habe gelernt, wie nur aus einer kleinen Bewegung eine ganze
Choreografie entstehen kann. Ich habe gelernt was es braucht ein Stück
selbst zu schreiben. Ich habe gelernt was es heißt auf der Bühne zu
stehen, habe die Aufregung, Überforderung, Überwältigung und Euphorie,
die es mit sich bringt, kennengelernt. Ich habe gelernt was heißt Theater
zu spielen und auch, dass es noch sehr viel zu lernen gibt.
Was ich am Theater liebe, ist die Vielfalt, denn es gehört so viel dazu. Auf
der Bühne zu stehen ist nur ein kleiner Teil des Prozesses. Das erste
Wiedersehen mit der Gruppe, die nachfolgenden Proben, das gemeinsame
Mittagessen, das Schreiben von Texten, das Einstudieren des Stückes, der
Bühnenbau, die letzten Änderungen kurz vor der Aufführung, das
gemeinsame Schminken und Aufwärmen, all das macht Theater erst
vollständig. Im Endeffekt sind es meist die kleinen Dinge, an die ich
zurückdenke und Lachen muss. Ich liebe die Leute, die ich durch Theater
et zetera kennenlernen durfte und mit denen ich gewachsen bin. Ich freue
mich für jeden, der diese Erfahrungen ebenfalls machen kann.
Eine Teilnehmerin
Als ich aufwuchs, hatte ich immer das Gefühl, dass ich nirgendwo
hingehöre. Das änderte sich, als ich etwa sechs Jahre alt war und meine
Mutter entschied, dass ich ein Hobby brauchte. So machte sie mich mit
dem Theater bekannt. Mein allererster Tag war beängstigend, es gab
viele Leute, die älter waren als ich, die Jüngsten im Raum, die nicht ganz
verstand, was sich in der Gruppe entwickelte und dass sich in unserer
Mitte ein Gefühl der Einheit bildete. Wir haben alle daran gearbeitet, dass
am Ende das Resultat größer sein würde als wir.
Langsam fühlte ich mich wohler. Das lag an unserem Regisseur Georg
Bachmann. Er gab uns das Gefühl, gewollt zu sein und lud jeden von uns
ein, Teil des Projekts zu sein, das wir entwickelten.
Ich blieb ein paar Jahre in dieser Gruppe, aber dann begann das
großartige Gefühl vom Anfang weniger zu werden. Mit der Zeit wurde aus
der großartigen Gemeinschaft, die ich so sehr bewunderte, eine
Ansammlung gestresster Erwachsener, die uns Kindern sagten, wo wir
hingehören.
Ich hatte gehört, dass Georg eigene Ensembles hatte, die Produktionen
machten und die nach Alter sortiert waren. Deshalb wechselte ich zu
theater et zetera und hoffte dort dieses erstaunliche Gefühl der
Inklusivität und Gemeinschaft zu finden.
Mir wurde schnell klar, dass das, was ich aus meiner Theatererfahrung
wusste, nur an der Oberfläche kratzte. Die Übungen gingen tiefer in die
Materie ein und die Arbeit in einer kleineren Gruppe führte zu einer viel
stärkeren Bindung zum Ensemble. Mit den neuen Übungen, die Georg
uns beigebrachte, entwickelten wir viel mehr Fähigkeiten, die für die
Bühne wichtig und auch in meinem sonstigen Leben sehr nützlich waren.
Neben dem Üblichen, wie mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein
zu gewinnen, habe ich auch gelernt, mir der Menschen um mich herum
bewusster zu werden, richtig zu argumentieren und Gefühle und
Emotionen tiefer zu erforschen, indem ich die richtigen Fragen stelle. Es
hat mir geholfen, mich selbst in einer Weise besser zu verstehen, von der
ich nicht mal wusste, dass es sie überhaupt gibt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt war das Ensemble, mit dem ich zusammen
war. Ich habe nicht nur Freunde gefunden, sondern auch eine Familie.
Und so kitschig es auch klingt, habe ich nie eine tiefere Verbindung zu
anderen Menschen gespürt und mich so verstanden gefühlt als zu meinen
Theaterfreunden. Mein langjähriger Wunsch, irgendwohin zu gehören,
ging demnach in Erfüllung.
Der Moment, indem das Publikum applaudiert und das gesamte Ensemble
nach der Show auf der Bühne lächelt, war immer der Moment der
Bestätigung, der zeigt, dass sich all die Bemühungen von uns ausgezahlt
haben, um in diesem Moment dabei zu sein und gemeinsam Spaß zu
haben.
Ich kann mit Sicherheit sagen, dass theater et zetera mein Leben für
immer verändert hat und ich bin unglaublich dankbar, diese Erfahrungen
gemacht zu haben. Ich werde die Erinnerungen und die Fähigkeiten, die
ich dank Georg gelernt habe, für immer bewahren und würde jedem
empfehlen, es auszuprobieren. Für mich hat es sich auf jeden Fall
gelohnt. :)
Sarah Eilers
Ich mache mir Druck eine Art Essay zu schreiben, wobei das ziemlich
ironisch ist. Natürlich möchte ich etwas gutes schreiben, jedoch war es
Georg, der immer meinte, dass es keine Fehler gibt. Georg hat mit seiner
Arbeit eine kleine Familie geschaffen. Etwas, das einen immer
unterstützt, mit einem lacht und immer zuhört.
Als ich ins Theater kam war ich still. Ich habe mich nicht getraut mich zu
zeigen und den Text aus Nervosität vergessen, und das war okay. Georg
wollte, (soweit ich mich erinnern kann) immer nur, dass man die
Übungen und Dinge versuchte. Es gab kein Falsch, wenn man sich
bemüht hat. Wir konnten mit den Dingen arbeiten, die wir mitbrachten,
mit unseren Gedanken, Gefühlen, Fragen & Erinnerungen. Die Gruppe
selbst hat niemals verurteilt, sodass man sich sicher fühlen konnte. Es
hat uns alle auf eine sehr spezielle, aber auch schöne Art beeinflusst.
Heute sehe ich ein Theater und wünsche mir die letzte Aufführung und
das Gefühl, wenn man auf der Bühne steht, zurück. Der Applaus nach
dem Stück und den Stolz, den wir gefühlt haben. Ich bin in dieser Zeit
viel gewachsen. Nicht nur physisch, sondern vorallem emotional, habe
viele Dinge gelernt, bin aus mir herausgekommen und habe viel gelacht.
Georg hat all das auf eine liebe, lustige und familiäre Art und Weise
vermittelt, sodass wir uns alle auf das nächste Stück freuen.
Mein Fazit: Theater verbindet!!!
Adrien Einecke
Durch einen Wald rennen und Piraten jagen; Ein weißes Gefängnis mit
meinen Geschichten bemalen; Aufgrund einer Lüge ermordet werden. Ich
habe viel erlebt in meinem jungen Leben. Ich tanzte, ich taumelte, ich
flog und beim Applaus danach strahlte ich vor Glück.Ich bin mit 11 Jahren
zu Theater et Zetera gekommen. Ich war schüchtern, unbeholfen und
flüchtete mich in meine eigenen Fantasiewelten. Georgs Theaterprojekte
haben mir eine andere Seite von mir gezeigt. Wir haben geschrieben,
gesprochen, gespielt, getanzt, gesungen. Wir haben uns als Gruppe mit
Uns befasst, mit unseren Körpern, mit unseren Ängsten und unseren
Träumen. Wir haben auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam gemacht
und Forderungen für unsere Zukunft gestellt. Alles immer verbunden mit
einer spielerisch, körperlichen Ebene. So intensiv, dass ich auch 13 Jahre,
nach dem ich bei Theater et Zetera angefangen habe noch immer in jede
Stelle meines Körpers horchen kann um das genau zu begreifen, was
diese gerade fühlt und zu welchen Bewegungen mein Körper eigentlich in
der Lage ist. Am Ende einer intensiven Gemeinschaftsarbeit standen
immer die großen Aufführungen zum Teil vor mehr als hundert Menschen
an. Und auch wenn das als elfjähriges Kind durchaus einschüchternd ist,
haben wir es gemeinsam gemeistert. Es gibt wohl kaum ein schöneres
Gefühl, wie wenn vor einer Aufführung das gesamte Ensemble im Kreis
steht und sich auf das einschwört was ein Jahr lang erarbeitet wurde; Wie
wenn während dem Stück Lacher oder tränende Augen aufgrund eines
selbstgeschriebenen Textes den Saal füllen; Wie wenn nach einer
Aufführung Menschen zu einem kommen und völlig unglaubwürdig
darüber sind, dass man erst so jung sei, da das eigene Spiel längst über
klassisches Laientheater hinaus gewachsen ist.
An einen Moment kann ich mich besonders gut erinnern. Ich habe einen
Monolog aus Max Frischs „Andorra“ geprobt. Meine Figur hatte Wut und
mit lauter Stimme und viel Artikulation zeigte ich das auch. Aber es
wirkte nicht wie Wut, sondern wie das spielen von Wut. Dann meinte
Georg, ich solle diese ganze Wut doch mal bündeln und nur durch meine
Augen ins Publikum fließen lassen. Mit völlig ruhiger Stimme, aber
brennendem Blick sprach ich den Monolog und das restliche Ensemble,
dass gerade etwas unruhig im Zuschauerraum saß, verstummte. In
diesem Moment habe ich verstanden, was Inszenierung bedeutet. Eine
Emotion so zu präsentieren, dass sie fühlbar wird, braucht manchmal
Umwege, trifft aber dann um so intensiver. Georg lässt nicht irgendwelche
Geschichten spielen, er inszeniert mit uns zusammen unsere Stücke.
Vielleicht war es genau dieser Moment, der den Funken auslöste, wegen
dem ich jetzt selbst Theater studiere und Werke inszeniere.
Helena Mücke
Die Zusammenarbeit mit Georg ist etwas ganz Besonderes. Es handelt
sich nicht um das typische Theaterspielen wie, man bekommt eine Rolle
zugeteilt, lernt den Text und stellt sich auf die Bühne. Bei Georg ist das
ein ganzheitlicher Prozess. Gemeinsam mit den Schauspieler*innen
erarbeitet Georg ein Konzept und daraus ein Theaterstück, mit teilweise
von den Schauspielern selbstgeschriebenen Texten. Darüber hinaus
machen wir Übungen, bei denen ich gelernt habe, aus mir herauszugehen
und mich zu öffnen. Ich habe gelernt mir zu vertrauen, aber auch den
anderen aus meiner Theatergruppe. Während der Arbeit mit Georg sind
wir als Gruppe gewachsen und auch jeder für sich alleine. Nicht nur durch
seine Körperarbeit, sondern auch durch seine intensive Textarbeit lernte
ich meine Gefühle schriftlich und in Bewegung auszudrücken. Er macht
aus vielen kleinen Ideen etwas ganz Großes.
Antonia Fritsch
Du fühlst dich sofort wie zu Hause. Ich lernte in so kurzer Zeit so viele
Dinge. Wie man Gefühle kontrolliert, mir wurde beigebracht aus sich
hinaus zu gehen, offen zu sein und alles einfach auf einen zu kommen zu
lassen. Es ist einfach nur erstaunlich, trotz aufgeopferte Wochenenden
freue ich mich darauf, egal wie anstrengend es ist, oder wie erschöpft ich
nach Hause komme, es ist es mir Wert! Ebenso nächstes Jahr werde ich
dabei sein, denn ich habe selten solch einen Spaß gehabt!
Joanna Kmieciak
Unsere Proben für das Theaterstück „Wattekopf“ fingen ende Juni an. Das
war meine erste Aufführung beim Theater EtZetera, wo ich zufälligerweise
mitmachen durfte, als sich herausstellte, dass Georg eine
Ersatzschauspielerin für zwei Aufführungstage suchte.
Natürlich habe ich zugesagt, da das Theater und die Schauspielerei einer
meiner größten Leidenschaften ist. „Das geht doch locker“, dachte ich
mir, „Text auswendig lernen und aufführen.“ Das ich dabei neue Skills
erlernen werde und einen viel tieferen Einblick in die Schauspielerei als
Kunst bekommen werde, war mir zum Anfang nicht bewusst. Schon
ziemlich früh habe ich mit Theater angefangen und es hat mich definitiv
positiv beeinflusst. Die ganze Energie die sich bei mir angesammelt hat,
konnte ich auf der Bühne rauslassen und sie indie Gefühle investieren, die
ich zeigen sollte. Dadurch wurde ich zu einer ruhigeren Person im privat
Leben und habe viel mehr Selbstbewusstsein bekommen. Genauso ging
es weiter bei Theater EtZetera, wo ich zusätzlich erlernt habe, Gefühle
hauptsächlich durch Bewegung und Mimik darzustellen und rapider
zwischen den verschieden Ausdrucken zu wechseln.
Georg versuchte jede Emotion so wahrhaftig wie es ging aus uns
rauszubekommen. Er hat uns gezeigt, das wirklich alles auf der Bühne
möglich ist. Man müsste sich nur trauen mehr aus sich
herauszukommen und nicht immer darauf achten wie das Publikum auf
manche Szenen reagieren würde. Dadurch waren alle, die auf der Bühne
standen wirklich gute Performer, hatten ein großes Selbstbewusstsein und
haben mich mit ihrem schauspielerischen Talent begeistert.
Die Proben waren lang, aber sie haben sich durch die motivierte und
gleichzeitig entspannte Atmosphäre nicht so angefühlt. Wir haben uns
durch das Drehbuch Schritt für Schritt durchgearbeitet und haben jeden
Abschnitt detailliert besprochen. Es gab immer Platz für neue Ideen,
Veränderungen, sowie Kritik, wodurch ein zwar sehr abstraktes, aber
tiefgründiges Stück entstanden ist. Die ganzen Theaterübungen und
Aufwärmspiele zum Anfang der Proben haben die Konzentration auf der
Bühne verbessert und zum anderen, haben sie enorm Spaß gemacht.
Zwar war ich mit 20 die Älteste auf der Bühne, trotzdem konnte ich mich
mit der Gruppe super verstehen. Sie haben mich sofort versucht zu
„integrieren“ und es hat sich so angefühlt, als ob ich schon immer
dazugehören würde. Das gemeinsame Pizza Essen in den Pausen hat uns
zusätzlich noch näher gebracht.
Ich habe die Gruppe in meinem Herz geschlossen und werde auf die
gemeinsamen Sommer Proben immer mit schönen Erringungen
zurückblicken.
Christina Hönig
Ich arbeite jetzt seit fast 8 Jahren mit Georg und bin davon überzeugt das
es keinen Regisseur gibt der einem besser vermitteln kann was Theater
überhaupt ist und bedeutet und der so tolle Stücke mit vielen tollen und
eigenen Ideen auf die Beine stellen kann. Ich mache auf jeden Fall weiter
bei seinen Produktionen mit und freue mich riesig darauf!
Fee Forberich
Fünf Jahre habe ich bei Theater et Zetera bei Jugendproduktionen, unter
der Regie von Georg Bachmann, mitgemacht. Die Stücke, die gespielt
wurden waren immer abwechslungsreich und unserem Alter und Können
entsprechend.
Georg hat natürlich viele der total verrückten, aber guten Ideen,
eingeworfen, aber man kann immer eigene Ideen und Wünsche,
besonders in der Eigenproduktion, einbringen.
Eines unserer Ziele war, dass erwachsene Zuschauer das Theater
verlassen und sich denken "Wow, man hat gar nicht gemerkt, dass das
"nur" Kinder (oder halt inzwischen Jugendliche) sind!" und nachdem was
ich gehört habe, haben wir dieses auch immer erreicht.
Auch die Arbeit in der Gruppe ist sehr effektiv, aber auch lustig und
entspannt, da die Gruppendynamik mit den Produktionen gestiegen ist.
Zum Abschluss kann ich sagen, dass ich in der Zeit viel gelernt habe,
Grenzen überwinden, sich mal zu trauen und natürlich schauspielerische
Fähigkeiten.
In der Theaterarbeit mit Georg habe ich vor allem gelernt, aus mir heraus
zu gehen. Was man innerlich spürt ist eben oft weit entfernt von dem,
was man von außen sieht. Um wirklich etwas nach außen zu tragen muss
man dann umdenken: sich anders bewegen, anders sprechen, anders
denken als man es gewohnt ist. Den Horizont der Selbstwahrnehmung auf
diese Weise zu erweitern ist eine für das ganze Leben wertvolle
Erfahrung.
In Zusammenarbeit mit Georg wird man ständig an seine Grenzen
gebracht. Und das meine ich positiv.
Es geht viel um die Freiheit, den Begriff von Theater, so wie man ihn
kennt, und das Begreifen von sich selbst, wie man sich kennt, zu
erweitern. Viel Körperarbeit und umfangreiche Textarbeit zu
herausfordernden Themen machen meine Erfahrungen mit ihm aus, und in
jeder Hinsicht habe ich gelernt und gespielt, wie ich es von mir vorher
nicht erwartet hatte. Dafür bin ich sehr dankbar!
Ich habe viele, sehr prägende Jahre mit Georg zusammengearbeitet und
muss sagen, dass ich es jetzt, wo es studiumstechnisch nicht mehr
möglich ist, sehr vermisse! Überall suche ich vergebens nach Regisseuren
mit ähnlichem Stil oder Herangehensweisen und ich merke jetzt im
Nachhinein, was für ein Glück ich hatte, so viele meiner
Theatererfahrungen mit Georg sammeln zu können. Ich habe sehr viel
über mein Handeln, Denken und Sprechen gelernt und auch, darüber zu
reflektieren. Es hat immer sehr viel Spaß gemacht und ich habe
unglaublich viel für mein weiteres Leben mitgenommen !
Danke dafür !!
Ich kenne Georg nun schon seit 8 Jahren. Insgesamt habe ich schon 9
Produktionen mit ihm gemacht. Und es ist tragisch: Ich kann nicht mehr
aufhören. Es ist ein einzigartiges Gefühl auf der Bühne zu stehen. Das
habe ich schon nach meinem ersten Jahr mit ihm gemerkt. Aber erst als
ich auch andere Regisseure erlebt hatte, konnte ich einschätzen wie gut
Georg wirklich ist. Er hat unglaublich viele Ideen und schafft es aus einer
kleinen Rolle etwas zu machen, dass niemand im ganzen Publikum
vergisst. Das Arbeiten mit ihm ist produktiv, man lernt viel und es macht
Spaß! Man lernt seinen Körper und seine Gefühle zu beherrschen und zu
einer anderen Person zu werden.
Wenn ich könnte würde ich statt in die Schule zu gehen jeden Tag bei
Theater ezetera antanzen. Denn Georg bringt einem nicht nur bei
Theater zu spielen, sondern hat auch immer ein offenes Ohr für einen.
Als ich zum ersten Mal im Ensemble Rosbach mitgemacht habe, kannte
ich niemanden, außer natürlich Georg. Aber dort ist es leicht Freunde zu
finden. Wenn das Jahr zuende ist, hat man das Gefühl alle anderen schon
ewig zu kennen und vertraut jedem. Vor der Gruppe braucht einem nichts
peinlich zu sein und man braucht sich nicht zu verstellen, so geht es mir
zumindest. Zwei meiner besten Freundinnen kenne ich nur von Theater
ezetera und wir alle zählen die Tage bis zur nächsten Produktion.
Sich selbst und seinen Körper Kennenlernen. Das ist wohl das, was ich
aus über 8 Jahren Zusammenarbeit mitnehmen kann. Wie fühlt es sich an
eine andere Person zu hassen? Wie fühlt es sich an unglaublich traurig zu
sein? Oder wie fühlt es sich an vor Glück fast zu platzen? Ich habe gelernt
diese Gefühle in Sprache, Körper und Texte umzusetzen. Durch die Arbeit
mit Georg wurde mir aber auch klar, wie viel Energie in mir stecken kann,
wo meine Grenzen liegen und wie weit ich über sie hinausgehen kann.
In der Zusammenarbeit mit Georg haben sich für mich völlig neue
Herangehensweisen und Blickwinkel des Theaterspielens eröffnet. Mir hat
besonders gut gefallen, dass die eigentliche Szenenarbeit sehr spät erst in
der Probenzeit angesetzt wurde, sodass wir den größten Teil der Zeit
gemeinsam eine grundlegende Bühnendynamik aufbauen konnten. Dies
hat die anschließende Szenenarbeit um einiges leichter und intensiver
gemacht.
Am Anfang war vieles für mich nicht klar, habe nicht verstanden, was
Georg (oder auch andere, die schon länger mit ihm zusammen gearbeitet
haben) von mir sehen wollten, wenn die Aufgabenstellung so simpel wie
möglich gehalten wurde. All die kleinen, feinen Dinge vermittelt Georg
aber auf eine sehr nette und sympathische Weise, sodass ich immer Lust
hatte weiter zu Proben und wenn es dann erstmal "klick" macht, erlebt
man Theater auf eine wunderbare Art und Weise.
Obwohl ich nur eine Produktion im theater et zetera mitgewirkt habe, hat
die Zeit mir doch sehr viel gegeben und mich maßgeblich in meinem
Gefühl übers Theater geprägt.
„Theater ist eine Sucht.“ – das hörte ich mal von einer Schauspielerin und
dem kann ich zustimmen. Insbesondere dann, wenn man mit Georg
zusammenarbeitet. Es macht so viel Freude, Theater zu spielen, mal
etwas anderes zu machen und ein Hobby gefunden zu haben, bei dem
man komplett konzentriert und beschäftigt ist und deshalb nicht an
Schule und Co. denkt. Es fordert viel von einem und es ist auch nicht
immer leicht, aber man gewinnt so viele Kompetenzen. „Learning by
doing“ und das Ganze macht auch noch Spaß: Teamfähigkeit,
Selbstvertrauen, Koordination, Konzentration und Timing. Ich würde
sagen, dass das die Kernkompetenzen sind, die ich durch Georg und seine
Arbeit gewonnen habe. Neben dem Spaß, den man selber bei der
Theaterarbeit hat, merkt man aber vor allem, wie viel Spaß Georg daran
hat. Jede Probe kommen wieder neue Ideen auf, einem kreativen Kopf
kann bei der Arbeit zugesehen werden. Als Regisseur, Mannschaftskapitän
des Ensembles und manchmal auch als Beschützer und Gesprächspartner
agiert Georg dabei jedes Mal in seiner kompetenten und humorvollen
Leichtigkeit. Ich musste leider aus Zeitgründen mit dem Theaterspielen
aufhören, denn Zeit wird von der Theaterarbeit verschlungen. An die
vielen Produktionen denke ich aber gerne zurück. Vielen Dank, Georg!
"Don't try to be clever!" Das ist wohl der essentiellste Satz, der mir
spontan einfällt, wenn ich an die Zusammenarbeit mit Georg und an die
"georgesken" Stücke denke. Besonders prägend waren für mich Übungen
wie : "Hey you, I don't know what I'm doing, and it's ok!".
Ein schöner Moment für mich war zu erfahren, dass wir mit unserem
"Geduscht"-Stück in die Top 20 des Theaterwettbewerbs deutschlandweit
kamen und noch einmal vor 2 Juroren spielen durften. Und das einen Tag
vor unserem Englisch-Abitur! Aber man lebt ja nicht nur für die Schule
und das Theaterspielen bedeutete für uns auch Abschalten vom Alltag und
hinein ins clowneske, georgeske Leben!
Alexander Brune
Katharina Joy Book
Sara Garbe
Lena Neckel
Sophie Kaupp
Pia Gleich
David Ziegler
Jana Kühnel
Yvonne Mücke
Themen erspüren, Gruppen formen, durch viele Übungen zu einem
gemeinsamen Stück kommen, Druck und Ansprüchen gerecht werden,
kurz vor der Premiere alles in Frage stellen und dann über sich hinaus
wachsen, auf der Bühne eins werden mit seiner Rolle, mit der Gruppe und
der Inszenierung.
Das alles ist Theaterspielen mit Georg Bachmann.
Unsere beiden Söhne haben in den mittlerweile 8 Inszenierungen mit
Georg ungeheuer viel gelernt.
Über sich selbst, darüber was es heißt gemeinsam für ein Ziel zu
kämpfen, dran zu bleiben, sich selbst zu vertrauen, Anderen zu
vertrauen, sich mit allem, was man hat, einzubringen und das
vollkommene Glück des Applauses.
Ihr Zugang zu literarischen Texten ist ein anderer geworden, ihre
Kompetenzen in der Selbstdarstellung und ihr Selbstbewusstsein sind
enorm gewachsen und nicht zuletzt haben sie eine Liebe zum Theater
entwickelt, die über die eigenen Inszenierungen hinausgeht.
Die Entscheidung, sie Theater spielen zu lassen, gehört zu dem Besten,
was wir je entschieden haben.
We hardly beleived it when our son stepped out on stage and transformed
himself from a quiet 13-yr-old into a menacing, commanding character on
stage. We saw a new side to him that probably would never have been
brought to light if it hadn’t been for Georg Bachmann and his Theater et
zetera. And it was wonderful to see what a group of young people can
create after six months of dedicated hard work together. You could see
they were really heart and soul into their roles and enjoying themselves
at the same time. This Theatre company should be better known in the
Rhein Main Gebiet. It is quite extraordinary.
Wirklich würdigen könne das vermutlich nur Pädagogen: Da kommen 18
Teenager zusammen, sollen an neun Wochenenden zusammen ein
Theaterstück entwickeln und wollen zum Auftakt eines jeden Workshops
vor allem eines: Babbeln.
Georg Bachmann, Theater-Profi und Gründer des Jugend-Theaters et
zetera, möchte jedoch ganz anders. Er will mit den Jungendlichen
arbeiten, will sie kreativ und konzentriert sehen, so Teamfähig wie
möglich und so individuell wie nötig.
Das Verblüffende: All das gelingt Georg Bachmann glänzend. In jedem
Einzelnen entdeckt er die persönlichen Stärken. Und er schafft es, diese
Stärken aus jedem Einzelnen herauszuholen und ganz nebenbei ein
Ensemble zu formen, in dem sich einer für den anderen einsetzt und bei
dem es am Ende nur um Eines geht: Um einen Auftritt, bei dem jeder
Teilnehmer das Beste aus sich herausholt, bei dem der eine den anderen
motiviert und unterstützt sowie – last but not least – einen Auftritt, der
die Besucher begeistert.
Unser Sohn kam zum “theater etzetera" über seinen besten Freund:
Nachdem er ihn auf der Bühne gesehen hatte, stand für ihn fest: "Ich will
auch Theater spielen"
Und nun war er das zweite Mal dabei; wieder begeistert, wieder voller
Elan. Denn den braucht es, um Texte zu lernen, Masken zu basteln und
damit ganz in das Stück einzutauchen. Als Zuschauer wurden wir Zeugen,
wie unser Sohn ganz selbstverständlich und überzeugend in völlig neue
Rollen schlüpfte, wie er mit Herz und Seele Theater spielte.
Selbstbewusster ist er geworden, seitdem er Theater spielt, seitdem er
weiß, dass er vor ein großes Publikum treten kann, und einfach spielen.
Das und die Tatsache zu einer Gruppe Gleichgesinnter dazu zu gehören,
tut ihm gut.
Wir sind froh, dass unser Sohn die Möglichkeit hat beim “theater etzetera"
dabei zu sein.
Intrinsische Motivation bei Jugendlichen wecken? Welcher Pädagoge
strebt nicht nach diesem hohen Ziel? 30 Kinder in der Klasse und ein
vollgestopfter Lehrplan verhindern den Traum allzu oft. Für Georg
Bachmann kein Problem. Er verbreitet in seiner Truppe Mut, Kreativität
und Leidenschaft. Seine pädagogische Arbeit überzeugt, da er mit
Fingerspitzengefühl jeden einzelnen des Ensembles fördert und außerdem
das Geschehen als Ganzes immer im Blick behält. Schlüsselkompetenzen
wie Empathie, Team- und Kommunikationsfähigkeit vermittelt er mit
Leichtigkeit.
Unsere Tochter ist jetzt das dritte Mal dabei und ihre Begeisterung ist
anhaltend. Nach jeder Theaterprobe ist sie glücklich und ausgeglichen.
Sie fühlt sich im Ensemble sehr wohl. Das Gemeinschaftserlebnis hat für
sie einen hohen Stellenwert. Sie hat neue Freunde gefunden, gelernt sich
zu öffnen, sich auszudrücken, Vertrauen und Spielfreude zu entwickeln,
zu beobachten, konzentriert ausdauernd an einer Sache zu arbeiten und
das Wichtigste; sie hat Selbstvertrauen gewonnen. Für die Entwicklung
der Persönlichkeit unseres Kindes ist Georgs Theaterpädagogik ein
wertvoller Baustein.
Georgs Inszenierungen sind sowohl künstlerisch hochwertig als auch auf
die jeweilige Altersgruppe abgestimmt. Von den gelungenen Aufführungen
sind wir jedes Mal wieder positiv überrascht und beeindruckt.
Bewundernswert, mit wie viel Gelassenheit er das Alles managet!
Wer bei Georg Bachmann Theater spielt muss bereit sein, viel zu geben.
Probenwochenenden, Text lernen, Masken bauen, Requisiten ausdenken
und zusammentragen, also Zeit investieren. Belohnt wird man mit
fantastischen Inszenierungen, staunendem Publikum, einer tollen Truppe
und einem hochprofessionellen Regisseur, der vor Kreativität nur so
strotzt. Zugegeben, das macht es für die Schauspieler/innen nicht immer
leicht, denn die Inszenierungsfreude des Regisseurs bedeutet auch
Flexibilität und vollen Einsatz. Aber das Endergebnis ist einfach immer
atemberaubend. Wir sprechen hier nicht davon, dass „die Jugendlichen
das für ihr Alter echt klasse gemacht haben“, sondern davon, dass die
Inszenierungen hoch professionell sind und, wie ich finde, dem
Frankfurter Schauspielhaus das Wasser reichen können. Georg Bachmann
holt alles aus seinen Schützlingen heraus und man ist als Eltern erstaunt
und sehr stolz, wie das eigene Kind sich durch diese Theaterarbeit
weiterentwickelt. Hier lernen die Kinder/Jugendlichen nicht nur die
darstellende Kunst sondern viel fürs Leben.
Unser Sohn Jan-André ist nunmehr zum zweiten mal mit von der Partie
gewesen und fand es wie beim ersten mal sehr aufregend und spannend
mit anderen Kindern und Jugendlichen zusammen an einem solchen
Projekt zu arbeiten.
Obwohl das Stück im letzten Jahr " Eine Nacht im Februar" ein sehr
anspruchsvolles Thema war fand er Dank der professionellen Arbeit die
Georg Bachmann leistet problemlos in das Stück hinein und hatte mit den
anderen Kindern sehr viel Spaß beim Proben. Das Highlight des ganzen
war dann sicherlich die Premiere in Rosbach wo das Publikum die Leistung
des Ensemble mit großem Beifall belohnte.
Das diesjährige Stück " Emil und die Detektive " aufgeführt in Rosbach-
Rodheim war ein ebensolcher Erfolg der vom Puplikum mit Begeisterung
honoriert wurde.
Es ist eine Freude zu sehen wie sich unser Sohn Weiterentwickelt hat und
mit welcher Freude er sich in die verschiedenen Rollen hinein findet.
Unser Sohn wird mit großer Freude auch an zukünftigen Projekten des
Theater et zetera unter der Leitung von Georg Bachmann mitwirken.
Theater spielen als Teil des Ensembles des Jugendtheaters et zetera unter
der Leitung von Georg Bachmann ist mehr als nur Theater spielen. Georg
Bachmann schafft es, dass sich junge Menschen öffnen, dass sie ihren
Gefühlen nachspüren und diese in eigenen Texten, Ideen und
Zeichnungen darstellen, um ihnen dann auf der Bühne Ausdruck zu
verleihen. Er weckt in den jungen Menschen nachhaltig das Interesse für
Literatur und Sprache und welche Bedeutung Worte haben können.
Georg ist in der Lage aus einem wilden, quirligen Haufen junger Leute,
eine Gemeinschaft zu bilden.
Das Zusammensein ist ihnen wichtig, das gemeinsame Essen, die Proben,
das Quatschen zwischendurch, das Warm up, die Anstrengungen und der
Frust mittendrin, die Vorfreude, die Aufregung vor der Aufführung, und
am Ende der Applaus, die Begeisterung und die Bestätigung, gemeinsam
etwas Großartiges geschafft zu haben. Nicht selten entwickeln sich daraus
Freundschaften.
Das Stück „Wattekopf – bang(e) machen gilt nicht“ hat uns sehr
beeindruckt. Aus den Erfahrungen und Erlebnissen, die die sechs jungen
Frauen während der Pandemiezeit gemacht haben, hat Georg mit viel
Kreativität ein Stück konzipiert. Die Zuschauer werden mit den Träumen,
Ängsten und Problemen der jungen Frauen konfrontiert, das Publikum
wird dabei direkt angesprochen und miteinbezogen. Durch Lichteffekte,
Musik und den Gesang der Schauspielerinnen, der uns ebenfalls
besonders beeindruckt hat, wurde eine einzigartige Atmosphäre
geschaffen.
Der Wunsch unserer Tochter, Theater zu spielen, kam bei ihr in einer Zeit
der Umorientierung. Zum Glück haben uns Freunde auf Georg und das
Theater et zetera aufmerksam gemacht. Es hat ihr Selbstbewusstsein
gestärkt. Sie ist offener geworden im Umgang mit anderen Menschen, sie
fühlt sich wohl innerhalb des Ensembles, sie hat viele Erfahrungen
seitdem gesammelt und ihre Begeisterung für das Theater an sich ist
noch stärker geworden.
Nigel Ruddock
Volker Kaltschnee & Brita Einecke
Angelika Gürtler-Spieker &
Matthias Gürtler
Susanne Alberti
Axel Kaapke & Antje Ehlert
Yasmin Heymann
Andreas Kirschner
Daniel Rottner
Jugend-Kultur-Werkstatt- Falkenheim
Georg Bachmann ist ein staatlich geprüfter Clown.
Wichtiger aber ist, dass unzählige Kinder, Jugendliche, Eltern und andere
theaterbegeisterte Erwachsene ihn als Spielleiter, Regisseur, Dramaturg
und Bühnenbildner in zahllosen Workshops und Theaterproduktionen
geprüft und für gut befunden haben.
In der Jugend-Kultur-Werkstatt Falkenheim Gallus (JKWF) hat Georg
Bachmann von 2001 bis 2012 das Jugendtheaterensemble Falkenheim
geleitet. Nacheinander haben in dieser Periode vier Generationen
Jugendlicher ihre freie Zeit mit der Ausarbeitung ihrer Persönlichkeit, der
Gestaltung ihrer Beziehungen und der Erweiterung ihrer Horizonte
zugebracht. Von "Slaap lekker - droom lekker" (2001) bis "Eins oder
null" (2012) sind in Eigenproduktionen und Literaturbearbeitungen elf
Stücke entstanden, die allesamt von den großen und kleinen
menschlichen Themen handeln, die die Beteiligten umtreiben: Abschied
von der Kindheit; die Schrecken des Alters; Neid-Konkurrenz-Eifersucht
und Ehrgeiz; Liebe-Freund- und Feindschaften; Freiheit - Obsession-
Gehorsam; Beziehung in Zeiten der sozialen Netzwerke…
Mit seinen Jugendensembles hat er in der JKWF ein Format geschaffen,
das geeignet ist, Jugendlichen auf ihrem riskanten Weg durch die
Pubertät ihr Leben als eine unerschöpfliche Fülle von Möglichkeiten
erfahrbar zu machen. Auf der Basis eines soliden Schauspieltrainings
erarbeitet er mit seinen Protagonisten die Themen, die sie umtreiben,
findet immer neue passende Theatersprachen, Szenarien und
Bühnenbilder für ihre Gestaltung und setzt sie in abendfüllende
Produktionen für großes Publikum um.
Im Rahmen von Schulprojektwochen der JKWF macht Georg Bachmann
auch diejenigen Kinder und Jugendlichen mit ihren Ausdrucksmitteln
vertraut, denen Kunst und Theater nicht an der Wiege gesungen wurde.
Hier lernen sie sich öffentlich zu zeigen mit mentaler und physischer
Präsenz, Vertrauen in der Gruppe zu entwickeln und dem bitteren Ernst
des Lebens mit Heiterkeit zu begegnen.
Die universelle Sprache des Theaters hat er in mehreren Projekten des
internationalen Jugendaustausches mit europäischen Partnergruppen
genutzt um den feinen Tönen der Einzelnen im Konzert der Kulturen
Gehör zu verschaffen.
Georg Bachmann ist ein Clown, dem das Schauspiel ein ernstes Anliegen
ist. "So nah am Grauen ist alles Lachen, das er bereitet und das einzig in
solcher Nähe seine Legitimation gewinnt und sein Rettendes."
Auch wenn es bei ihm nicht ganz so streng zugeht, wie in dieser
Bemerkung von Adorno über Chaplin (Theodor W. Adorno "Ohne Leitbild",
Ffm 1969, S. 93) so ist es doch die besondere Verbindung von Trauer,
Witz und Ernst, die den großen menschlichen Reichtum dieses
Theaterpädagogen ausmacht.
Georg Bachmann hat als hochqualifizierter und erfahrener
Theaterpädagoge viele unterschiedliche Projekte in Kooperation mit dem
Schultheater-Studio durchgeführt.
Dabei ragt besonders die mehrjährige Leitung der Theatergruppe
"LaLogo" heraus, die mit aus-gezeichneten und theatral
experimentierfreudigen und erfolgreichen Inszenierungen die
Theaterkultur im Schultheater-Studio sowie unsere Lehrerfortbildung
bereichert hat.
Dies gilt auch für einzelne Seminare und die Kooperation im TUSCH-
Projekt. Er hat vielfach gezeigt, dass er sich auf ganz unterschiedliche
Altersgruppen - von Kindern bis Erwachsenen - einstellen und
angemessene sowie anspruchsvolle
theaterpädagogische Konzepte entwickeln und durchführen kann. Im
Körper- und Bewegungs-theater haben die Arbeiten von Georg Bachmann
Maßstäbe gesetzt und vielen KollegInnen Anregungen vermittelt.
Wir schätzen seine Ernsthaftigkeit, den künstlerischen Willen, die
Orientierung auf ein möglichst optimales Ergebnis und sein
pädagogisches Einfühlungsvermögen, daher möchten wir ihn als Partner
nicht missen!
Bereits ganz zu Beginn des Kooperationsprojektes TUSCH-Frankfurt im
Jahre 2008 war Georg Bachmann mit dabei: Zum einen als Freier
Mitarbeiter des Schultheater-Studios Frankfurt als auch als Leiter von
theaterkurt stürzte er sich in das Wagnis, das auf Nachhaltigkeit und
Langfristigkeit angelegte Partnerschaftsmodell, das es in Berlin und
Hamburg schon gab, mit aufzubauen.
Die Vielfältigkeit von Bachmanns theaterpädagogischem Können zeigt
sich zum einen durch die vollkommen unterschiedlichen Schulen, mit
denen er kooperierte. Da war zunächst die Wallschule, eine Frankfurter
Förderschule, mit deren Theatergruppe, die nur aus Jungen bestand, er
eine 40 minütige Clownsshow entwickelt hat, von denen ein Ausschnitt
im Schauspiel Frankfurt während des ersten TUSCHpektakels, dem
alljährlichen Festival, zu sehen war. Zeitgleich probte er mit einer ganzen
6. Klasse einer Integrierten Gesamtschule (Ernst-Reuter-Schule II): aus
einer etwas altbackenen Vorlage entstand etwas völlig Neues:
Phantasievolles und urkomisches Kindertheater. Die Beziehung zu der
Schule hält noch immer an; auch andere Klassen buchen noch heute
Theaterworkshops bei dem Künstler.
Auch an für die Mehrheit immer noch ungewöhnliche Theaterformen wagt
sich Bachmann mit den Schülern der IGS: Reich belohnt wurde das
Publikum 2009 in der Naxoshalle mit einem clownesken Walkact,
konsequent durchgeführt von 5 SchülerInnen. Im hinteren Teil der Halle
tauchten sie plötzlich inmitten der wartenden Zuschauer auf und
demonstrierten auf urkomische Art und Weise, dass man auch in
jugendlichen Jahren keine Scheu haben muss vor skurrilem Humor und
satirischer Albernheit. In Endlosschleife wurden Zuschauer-köpfe auf
Zurechnungsfähigkeit gemessen, ein Brautpaar fror mitten im Begrüßen
der Umstehenden in ihren Bewegungen ein. Das alles wurde wunderbar
untermalt von den Weihnachts-liedern einer singenden Rollschuhfahrerin
mit Adventskranz auf dem Kopf. Das clowneske Treiben ließ sich aus
nächster Nähe begutachten, da die Schüler auf direkte Tuchfühlung mit
dem erheiterten Publikum gingen.
Im dritten Jahr bei TUSCH, 2010, widmete sich die Wallschule mit dem
Künstler dieses Mal der Commedia dell' arte. Bereits im Dezember 2009
hat eine Klasse in diesem Genre eine Werkstattaufführung im
Schultheater-Studio gezeigt; beim SCHpektakel war es eine andere
Klasse, die "Die Mitgift" spielte. Stummes, mimische Spiel wechselte mit
typischen Commedia-Elementen; die Eigenheiten dieser besonderen
Form sind in den Figuren gut zu erkennen gewesen; dazu kommt die
eigene Komik durch ständige Wiederholung; immer wieder wurden der
Dottore und der Vater von den hungrigen Angestellten in die Irre geführt
mit der Bemerkung: "Die Küche brennt". Das Maskenspiel gab den
Schauspielern zusätzliche Sicherheit und Überzeugungskraft und zeigte
beim Festival, dass die Förderschüler nicht die Konkurrenz zu den
anderen Schulformen fürchten müssen, ganz im Gegengenteil!
Wieder war, im Schuljahr 2010/2011, eine ganze Klasse, dieses Mal der
Gymnasialzweig einer Kooperativen Gesamtschule mit Georg Bachmann
bei TUSCH dabei. Bis zum November hat die ganze Klasse mit dem
Theatermacher gearbeitet; dann ist eine AG entstanden. Die Gruppe hat
eine Textvorlage genommen: "Eine Nacht im Februar" von Staffan Göthe.
Auf der Bühne: ein riesiges Bett. Darin: Ein schlafender Schüler unter der
Bettdecke, der auch das ganze Stück über dort liegt und erst zum
Schlussapplaus sichtbar wird. Typische Bachmann Komik wird deutlich,
wenn er sich von den Kindern im Stück selbst auf die Schippe nimmt
("Mann, Bachmann, was für eine Regie!"), morgen mit tomorrow
"verwechselt" wird und clowneskes Körpertheater sichtbar wird, etwa,
wenn die Kinder alle einen imaginären Hang herabsausen oder jemandem
einen "Gedanken" in Form von riesigen Balken aus dem Mund ziehen.
Neben den wunderbaren Erzählerinnen lebt das Stück von einem guten
Gefühl für Bewegung, Rhythmus, Körpersprache und einer großen Menge
Spaß.
TUSCH heißt aber nicht nur, dass Schüler mit Lehrern und Künstlern ein
Theaterprojekt durchführen, sondern es gibt mehrmals im Jahr
Veranstaltungen zur Reflektion, zum Austausch und zur
Weiterentwicklung des lebendigen Projektes. Auch hier kann Georg
Bachmann aufgrund seines vielfältigen Könnens, Wissens und seiner
Erfahrung mit Kindern und Jugendlichen inspirierende, über den
Tellerrand schauende, kreative Beiträge liefern, ohne die TUSCH heute
nicht da wäre, wo es jetzt steht.
Bachmann holt aus Kindern und Jugendlichen das raus, was möglich ist -
mehr geht nicht. UND: Er ist in der Lage, dieses auch nach außen zu
vermitteln!
Joachim Reiss
Schultheater-Studio Frankfurt
Dr. Gundula van den Berg
TuSch Frankfurt
Alwin Zeiss
Hostatoschule Frankfurt
Gerne bestätigen wir die Durchführung des Theaterprojektes "Pan" mit
der Klasse 6a der Hostatoschule.
Das Projekt wurde im Zeitraum Oktober 2011 bis April 2012 in der
Hostatoschule durchgeführt.
Herr Bachmann schaffte es in diesem Zeitraum, eine relativ
leistungsschwache sechste Hauptschulklasse soweit zu fördern und zu
motivieren, dass die Jugendlichen in der Lage waren, drei Aufführungen
des Theaterstücks "Pan" vor insgesamt über 300 Zuschauern aufzuführen
und diese mit ihrem Können zu begeistern.
Dabei achtete Herr Bachmann darauf, dass es einen kontinuierlichen
Aufbau des "Handwerkzeugs" gab, damit die Jugendlichen in der Lage
waren, das von Herrn Bachmann umgeschriebene Stück umzusetzen.
Georg Bachmann schaffte dabei die Balance zwischen fordern und fördern
der Schülerinnen und Schüler.
Durch seine motivierende Art gelang es ihm immer wieder die
Jugendlichen für die Sache zu begeistern.
Die Aufführung selbst war für alle Beteiligten ein großartiges Ereignis und
das Produkt der hervorragenden theaterpädagogischen Arbeit von Georg
Bachmann.
Die Hostatoschule freut sich schon auf die weitere Zusammenarbeit und
neue gemeinsame Projekte.
Arne Harff
Burgspielschar Burgholzhausen
Herr Georg Bachmann leitete in den Spielzeiten 2002 und 2007-2012 als
Regisseur die Freilichtproduktionen der Burgspielschar e.V.
Burgholzhausen.
Die Burgspielschar ist ein gemeinnütziger Verein und Mitglied im Bund
Deutscher Amateurtheater e.V. sowie im Verband Deutscher
Freilichtbühnen e.V.
In den Freilichtproduktionen der Burgspielschar wirken ca. 35-40
Darsteller im Alter von 5-75 Jahren mit, hauptsächlich aber Kinder und
Jugendliche. Dem Leitgedanken „Theater von Kindern für Kinder“ folgend,
werden die Hauptrollen in der Regel von Darstellern der Altersgruppe
zehn bis 16 Jahre übernommen.
Herr Bachmann hat im Rahmen seiner Tätigkeit für die Burgspielschar
den gesamten Entwicklungsprozess der jeweiligen Produktionen begleitet.
So war er als kompetenter Ansprechpartner an der Auswahl der Stücke
beteiligt, hat die Aufarbeitung der Textvorlage für die speziellen Rahmen-
bedingungen unserer Freilichtbühne übernommen und die Probenplanung
selbständig durchgeführt.
Als einziger professioneller Mitarbeiter der gesamten Produktion hat er es
stets verstanden, in enger Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen
Verantwortlichen für Bühnenbau, Tontechnik, Kostüm und Maske die
Planung der Aufführungen vorzunehmen. Dabei waren ihm
Kommunikation und Kooperation mit den Mitgliedern des Vorstandes ein
zentrales Anliegen, das er durch seine offene Art immer wieder
voranbringen konnte.
Die theaterpädagogische Arbeit mit einem Ensemble heterogener
Altersstruktur und differierender Bühnenerfahrung hat Herr Bachmann
durch sein überzeugendes pädagogisches und dramaturgisches Gespür
problemlos geleistet. Seine Kreativität und durchgängig gute
Vorbereitung haben in allen Produktionen zu einem termingerechten und
erfolgreichen Abschluss der Probenarbeit geführt.
Sein am natürlichen Spielverhalten der Kinder ansetzendes Konzept zur
Rollenentwicklung und die umfassende Arbeit vor der Rollenvergabe
haben es Herrn Bachmann ermöglicht, über den Zeitraum der
Zusammenarbeit hinweg die Entwicklung insbesondere der jugendlichen
Darsteller zu berücksichtigen und in seine Besetzungen einfließen zu
lassen.
Ein sehr gutes Verständnis für Musik zeigte er nicht nur bei der Auswahl
der stimmungsvollen Hintergrundmusiken, die regelmäßig als besonderes
Merkmal seiner Inszenierungen genannt wurden, sondern auch in der
2010 durchgeführten Musicalproduktion „Mein Freund Wickie“, für die er
neben der Inszenierung auch das Gesangstraining übernahm.
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