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ADRESSE Rhönstraße 4a 61381 Friedrichsdorf
KONTAKT theater-etzetera@t-online.de 0173-3090939
“Theater hat seine eigene Wirklichkeit. Der Zuschauer lehnt sich zurück und akzeptiert die Spielregeln: So kann er in 90 Minuten ganze Epochen an allen erdenklichen Orten der Welt erleben - erschaffen auf den Quadratmetern einer Bühne und der Imaginationskraft der Schauspielerei. Nicht anders verfährt theater et zetera. Nur dass es dauernd die Spielregeln ändert - und so Blicke auf ungesehene Realitäten öffnet.”
Albtraum Stummes Entsetzen reißt mich aus dem Schlaf. Ich halte fast den Atem an, aber dann lasse ich ihn doch so leise wie möglich entweichen. Ich bin völlig verwirrt – was war das, was hat es mit mir zu tun, und vor allem – hier und jetzt: ist es real Ich kann keinen Ton von mir geben. Terror. Nicht mehr Angst, das hier ist Terror. Lähmende, kriechende Panik erreicht hier gerade alle Flächen, teile, Poren meines Körpers. Bleib so. Bleib so. Nicht bewegen, bloß nicht bewegen, egal, was du tust. Ich fühle nach, ob ich vollständig unter der Decke versteckt bin. So viel, wie geht. Vor allem meine Füße. Ich habe solche Angst um meine Füße. Es ist überall und nirgendwo. Und es ist nicht natürlich. Das Haus ist so still. Und so dunkel. Nähert es sich oder zieht es sich wieder zurück? Bin ich überhaupt wach? Vielleicht nicht. Aber die Starre, heiß und kalt gleichzeitig, aus dem Grauen heraus, was von überallher auf mich eindrückt, ist zu genau fühlbar. In meinem eigenen Bett, unter meiner eigenen Decke, sollte ich doch sicher sein? Ich will schreien. Ich will weinen. Ich will zu meiner Mutter. Ich will hier nicht alleine sein, hilflos, verletzlich, verwirrt. Angst Ich habe in allen Ecken extra nachgesehen, meinen Eltern Gutenacht gesagt und mir die Zähne geputzt, und jetzt liege ich hier in meinem dunklen Zimmer, in meinem warmen Bett und mache mir schon wieder Sorgen. Dieses ist fast vollständig aus Holz. Erst gestern habe ich von dem Brand gehört, bei dem drei Menschen fast gestorben wären. Mein Bruder will Feuerwehrmann werden, später. Das hat alles mit Feuer zu tun. WAS WÄRE, WENN – Es könnte total passieren. So Dinge passieren jeden Tag, überall. Warum sollte heute nicht der ultimative Unglückstag sein, an dem wir alles verlieren? Unser Haus und unsere Sachen, meine ganzen Sachen?? Ich werde Gott anflehen, so oft wie nur irgend möglich wiederholen, „Bitte, mach, das es hier nicht brennt, bitte, mach, dass es hier nicht brennt, bitte – „, dann wirkt es, ganz sicher. Was nehme ich mit. Schnell, überleg, wo dein ganzes Zeug ist, falls du keine Zeit hast, zu suchen… Ich scanne das Zimmer ganz genau. Jede dunkle Ecke. Könnte das eine Flamme sein? Eine kleine zarte Feuerzunge, die sich in mein Leben gräbt? Dahinten, beim Schrank? Oh Gott, ich glaube, es brennt. Es brennt, es brennt in meinem Zimmer, wie schnell breiten sich so Flammen aus? Ich kann meine Eltern in der Küche unten hören. Sie ahnen nichts von dem Feuer, das hier gleich ganz sicher in meinem Zimmer wütet und von dort aus das ganze Haus auffrisst – Aber ich kann mich nicht bewegen. Ich bin wie festgeklebt unter meiner Decke. Ich muss doch irgendwem Bescheid sagen. ES PIEPT! es piept es piept es piept nein nein nein es brennt wirklich! Das ist der Feuermelder, ich kann mich immer noch nicht rühren nein nein nein warum höre ich nichts von meinen Eltern, was machen sie denn jetzt? Ich höre die Tür der Mikrowelle zuschlagen und meine Mutter leise lachen. Langsam beruhigt sich mein Atem, meine verkrampften Hände lösen sich und die Dunkelheit um mich herum hat wieder etwas Sanftes und Tröstendes. Oh Gott. Wir sind verschont worden. Wärme Wärme. Wenn du da bist, dann fühle ich überall Wärme. Du strahlst sie aus und ich sauge sie in mir auf und sie durchströmt meinen ganzen Körper. Wenn du mich berührst, dann kribbelt es, ein aufregendes, wohliges Kribbeln. Je näher du mir bist desto schneller schlägt mein Herz und wenn du mich küsst dann kommt es zur Explosion in mir. Mein Herz wird zu 1000 Blumen die sich öffnen und meinen Körper mir Farbe füllen. Vor meinen Augen sehe ich alles und nichts. Denn mit dir habe ich alles, habe ich das Gefühl, ich kann alles schaffen, und trotzdem brauche ich nichts als dich. Wenn du da bist, ist alles andere egal. Ich schaue in deine Augen und vergesse die ganze Welt um mich herum. Ich bin ein kleiner Igel und du bist mein Schatten, meine Sonne, mein Regenschutz und mein bester Igelfreund zugleich. Ich bin auch dein bester Igelfreund. Wenn ich Essen habe, dann teile ich es mit dir, dafür bekomme ich einen Platz in deinem Blätterhaufenbett. Wir brauchen niemanden anderen. Weil wir uns genau verstehen, weil wir immer wissen, was der andere denkt oder fühlt, weil du mich tröstest, wenn ich traurig bin und ich dich in den Arm nehme, wenn du wütend bist. Wenn ich die Welt nicht mehr verstehe, dann legst du dich neben mich, wir schauen in die Wolken und stellen uns vor, wir könnten fliegen. Dann kuschle ich mich an dich und möchte nie wieder an einem anderen Ort sein. Zusammen einen Raum streichen Mit der Linie 701- Benrath Betriebsbahnhof bis Rath S- bis zur Endstation fahren. 90 Minuten nebeneinander auf blau überzogenen Plastiksitzen, aus dem Fenster in die Stadt schauen und dir ab und zu sagen: Hier war ich schon mal, früher, da war es wärmer als jetzt. Auf dem Balkon sitzen, im Winter. Mit Decken, unter denen man trotzdem friert, zusehen wie das Eis im Teelichtglas noch ein bisschen kälter wird und ab und an Rauch ausstoßen. Oben, am Ende der Straße, Kaugummikugeln aus dem rostigen, roten Automaten ziehen, die ich in deine Jackentasche stecke, weil da mehr Platz drin ist. Dann bis ganz nach oben steigen. Da stehen wir dann und sehen zu wie die bunten Kugeln nacheinander, hüpfend die Straße hinunterrollen. Mit dem Zug nach England fahren oder mit dem Auto, die Fenster unten, meine Füße oben, auf dem Armaturenbrett. In einem Waschsalon nebeneinander vor der Waschmaschine sitzen, mit den Augen die Rotationen der Wäsche verfolgen. Umdrehungen zählen während Schaumwasser in den Abfluss rinnt. Einen ganzen Tag lang. Dein T-Shirt klauen und drei Wochen später zurückgeben. Schönheit ist Macht Schönheit stiehlt Schönheit befiehlt Dreht mir die Worte im Mund um Bevor ich was merke, bringt sie mich um Zum Glück kümmert mich das kein Stück Wenn sie nur schön ist Lass sie machen, was sie lustig ist Schönheit verzaubert Schönheit verhext Schönheit macht wett Dass man sich dafür verdreckt Schönheit verreckt Schönheit macht krank Manchmal hilft einfach kein Zaubertrank Schönheit verrottet Schönheit dörrt aus Keine so schöne Blüte kommt da raus Was auch immer du vorschlägst Was auch immer du sagst Ich nehm es nur mit deiner Schönheit Im Vertrag Sag mir das doch noch mal mit einem schönen Gesicht, Schätzelein. So wie du aussiehst, kriegst du keinen ab. Hoch damit! Runter damit! Drauf damit! Ab damit! Lad dir hier noch eine Tonne von dem Zeug drauf Schluck das Spuck das So, wie du aussiehst, gehst du mir nicht aus dem Haus Willst du gefallen, dann musst du leiden - Aber wenn du es tust, siehst du ganz andre Seiten Ein Wimpernschlag, ein Küsschen rot Der Taugenichts ist so gut wie tot Wenn du keine Waffen hast Keine Worte, kein Besitz Keine politische Keine soziale Keine ökonomische Keine sonstige Macht Dann, gib acht: Nimm dir, was du brauchst Mit den Schwertspitzen Einer Frau. Bevor sie es wissen Sind sie dir zu Füßen Dreh ihnen, wende ihnen Die Gedanken je nach Geschick In die Richtung, die sie lieben Und die sie gnadenlos zerstört Die Schwäche der Starken Die Stärke der Schwachen Wie sie bindet und betört Bleibt Schönheit. Sie sind geneigter, dir zuzuhören, wenn du nur entsprechend aussiehst. Sie sind willig, dich zu kaufen, wenn du ihrem Auge schmeichelst. Sie tun dir sicher diesen oder jenen oder noch drei andere Gefallen, wenn du ein hübsches Lächeln hast. Sie tun alles für einen Blick auf das, was sie nicht haben. Sie vergleichen sich mit dir – und wenn du gerade schön genug bist, aber nicht so, dass du an ihrem Ego kratzt, dann stehen dir alle Wege offen. Die Menschen sind schwach. Gemünzt auf den schönen Schein, zu dem sie den Inhalt sich ausdenken. Immer wird die ästhetischere Erdbeere in ihren Augen die süßere sein. Immer wird das glattgebügelte Kunstwerk eher ins Wohnzimmer passen. Immer wird der schönste Mensch auch der fehlerfreiste sein. Bis es halt nicht so ist. Warum? Weil Hässlichkeit uns Angst macht. Weil Hässlichkeit uns in Frage stellt, Weil Hässlichkeit uns entblößt, weil Hässlichkeit sich aufdrängt, weil Hässlichkeit nicht sein darf und weil Hässlichkeit schwach ist. Schönheit zeigt uns Vollkommenheit. Und wenn es eins gibt, was wir brauchen, und wenn es eins gibt, was wir niemals haben können, dann ist das Vollkommenheit. Ich will nichts verpassen! Alle sagen mir ,,Du hast ein super Abitur, du kannst dir aussuchen was du machen willst“. Und das weiß ich ja auch, aber ich will mich nicht entscheiden müssen. Es gibt da diesen Beruf, den ich super toll finde, aber wie weiß ich ob dieser der richtige für mich ist. Außerdem gibt es noch so viele andere Berufe die meine Freunde oder meine Familie mir empfehlen würden und die ich eigentlich auch gut finde. Aber wenn ich einen von denen nehmen würde, hab ich nicht das was ich bei anderen Berufen bekommen könnte und vielleicht brauch ich das. Ich will nichts verpassen! Warum kann ich nicht einfach alle haben? Ihr sagt das geht von der Zeit nicht aber warum nicht? Ihr sagt ich hätte dann keine Freizeit mehr und so, aber wenn ich das alles in meinem Job hätte? Ich meine Freunde, Freizeit in den Pausen und sonst auch alles was ich brauche. Ja, was wäre wenn ich das alles dort , in meinem perfektem Job, hätte?................................................... Ohhh Gott ich kann mein ganzes Leben doch nicht mit meiner Arbeit verbringen. Ok ich muss mich wahrscheinlich endscheiden, weil so geht es nicht weiter. Ob ich das mit euer Hilfe tue oder alleine ist egal. Aber was wenn ihr euch falsch endscheidet? Ich muss mich selber endscheiden ok? Ich muss……. Ich muss………. Ich muss……. Aber ich kann nicht! Models machen uns magersüchtig Ich will so sein wie ist. Genauso sein! Also.. äußerlich meine ich. Der Charakter ist nicht so wichtig, aber wie sie aussieht! Ich kenne ihrer Namen nicht, aber ich habe sie schon auf vielen Plakaten gesehen, mit ganz verschiedenen Klamotten und egal, was sie anhatte, sie sah einfach immer wunderschön aus! Da ist kein Gramm Fett. Von oben bis unten nicht. Ihr Busen ist nicht so groß, aber das liegt daran, dass auch dort kein bisschen Fett zu viel ist. Nur genau die Rundungen, die man braucht. Und das ist auch gut, denn Fett ist eklig. Ihr Bauch ist total flach, aber ihr Po nicht! Er ist aber auch nicht zu groß, sondern klein und knackig. Ich esse ja sowieso schon keine Süßigkeiten mehr.. und eigentlich sowieso nichts, was mit Zucker zu tun hat, außer Fruchtzucker, aber ich habe das Gefühl, dass das nicht reicht. So werde ich nie ihre Figur erreichen. Ich gehe jeden Tag joggen und esse nach 6 Uhr nichts mehr. Und davor nur Salat, aber ohne Käse ! Morgens esse ich einen Apfel und mittags eine Banane. Ich glaube da liegt der Fehler! Sie isst bestimmt mittags keine Bananen, sondern trinkt einen Tee. Oder sie lässt den Salat weg. Das sollte ich auch mal probieren... Aber ich habe das Gefühl, das alles bringt nichts! Ich kann machen was ich will, ich werde niemals so aussehen wie sie! Am liebsten würde ich ein Messer nehmen, und all mein Fett am Körper einfach abschneiden und wegschmeißen. In eine große Tonne, eine ekelhafte Fetttonne. Ihre Tonne würde leer bleiben. Meine Freunde sagen zwar immer, dass ich spinne. Dass ich doch total dünn bin und die perfekte Figur habe und mich nicht so verrückt machen soll. Sie haben mich ja auch noch nie im Bikini gesehen! Ich gehe nicht ins Schwimmbad, das ist mir zu peinlich. Meine beste Freundin sagt, das könnte zur Sucht werden, aber ich glaube ihr nicht. Wer zu dick ist, muss abnehmen, das ist doch keine Sucht! Meine Mama weiß nicht, dass ich ihre Pausenbrote immer wegwerfe oder verschenke, sie denkt auch, ich würde immer in der Mensa essen. Aber da würde ich niemals essen, da ist alles frittiert oder voll ölig. Sie, auf den Plakaten, hat früher bestimmt auch nie in der Mensa gegessen und sie ist mein Vorbild. Ich werde alles tun, um so zu werden wie sie. Selbsthass Manchmal will ich mich einfach nur schlagen. Wieso mach ich manche Sachen. Kann ich mich nicht mal zusammenreißen? Wieso? Erst denken bevor man redet! Ich könnte schreien, ich könnte mir den Kopf einhauen-meine Klamotten zerreißen! AHHHH! Dieses Gefühl, was einen komplett auffrisst, weil man sich so über sich selbst ärgert. Ich finde mich selber in solchen Momenten so unsympathisch. Ich hab so ein Hass auf mich! Ich will einfach nur schreien. Dann schrei ich auch – zwar in mein Kissen – aber ich schreie! Oft erwisch ich mich auf dabei wie ich meine Fingernägel tief in mein Arm ramme, aber ich merk es nicht. Die blauen Dellen, die zurückbleiben, sind wenigsten eine kleine Strafe. Oder ich reiße mir so fest in die Lippe wie es nur geht, aber die Wut bleibt. Auch wenn ich probiere alle Schulgefühle zu verdrängen gehen sie nicht weg! Sie bleibe da, wie festgeklebt in mir drinnen! In meinem Herzen, in meinem Kopf! Ich bin hässlich von außen, wie von innen! Abstoßen, der letzte Dreck! Aus dem Hass wir Ekel und aus Ekel wieder Hass! Diese Gefühl wenn man sich die Haare ausreißen will, wenn man sich schlagen will, wenn man sich einfach selbst bestrafen will!! Objekt der Begierde Nr. 394781 Ich, meine Damen und Herren, habe die aufregende Aufgabe, Ihnen zu verdeutlichen, warum Sie mich mit nach Hause nehmen sollten. Offensichtlich wird das nicht besonders schwer. Sie sind hiermit eingeladen einfach ihren Blick wandern zu lassen. Wie sie feststellen werden, habe ich kein Gramm Fett zu viel am Körper, und trotzdem genau richtig viel davon an den Stellen, wo eine Frau sie braucht. Meine Maße erreichen das Höchstmaß an Perfektion. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, einen Makel irgendwo zu entdecken – es gibt keinen. Ach und, in diesem formvollendeten Körper steckt so viel Erfahrung – dabei ist natürlich da drin noch reichlich Platz für andere Dinge. Es gibt nichts was ich schon getan hätte, und nichts was ich nicht für Sie tun könnte. An was erinnert sie mein Arsch? Woran denken sie bei diesen Brüsten? Welche Töne wollen Sie über diese Lippen kommen hören? Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich kann die treu-liebende Ehefrau spielen oder die verbotene Affäre. Ich kann Ihre Lolita oder Madonna sein. Ich kann mich unterordnen oder dominieren. Ob von vorne, hinten, oben oder unten – sie werden nicht enttäuscht sein. Laut, leise, hart oder weich – ich besorge Ihnen, was sie brauchen. Kein Wunsch wird unerfüllt bleiben. Ich sehe, Sie haben schon jede Menge Ideen. Wundervoll! Eines ist sicher. Wenn Sie mich wieder verlassen, werden Sie um vieles reicher sein als zuvor: Sie werden mich um meine Jungfräulichkeit erleichtert haben. Was ist Liebe? Was ist Liebe? Ist es das Gefühl von Wärme in einem drinnen? Ist es das Gefühl von tausend kleinen Ameisen, die sich in deinem Bauch verirrt haben? Ist es der Moment, wenn du jemandem in die Augen guckst und nicht mehr von seinem Blick los kommst? Ist der Grund für feuchte Hände, für einen schnelleren Atem? Ist Liebe das Funkeln in den Augen? Ich weiß es nicht. Ist Liebe einfach nur eine unglaublich große Sympathie, die man gegenüber einer anderen Person empfindet? Oder ist Liebe die Anziehungskraft die zwischen zwei Menschen steht? Ist es Lieben, wenn man einer Person alles verzeihen kann? Wenn man jemand sieht und weiß, dass sie/er der/ die Richtige ist? Gibt es so etwas überhaupt? Ist Liebe unendlich? Kann Liebe endlich sein? Ist Liebe der Schmerz, der einen überfällt, wenn der andere nicht da ist? Ist Liebe das Stechen in deiner Brust, wenn er/sie jemand anderen küsst? Tut Liebe weh? Darf Liebe weh tun? Ist Liebe gleich Liebe? Gibt es Liebe überhaupt? Ist es nicht nur irgendein Wort, dass sich jemand mal ausgedacht hat?
Nackte Fische
Albtraum Stummes Entsetzen reißt mich aus dem Schlaf. Ich halte fast den Atem an, aber dann lasse ich ihn doch so leise wie möglich entweichen. Ich bin völlig verwirrt – was war das, was hat es mit mir zu tun, und vor allem – hier und jetzt: ist es real Ich kann keinen Ton von mir geben. Terror. Nicht mehr Angst, das hier ist Terror. Lähmende, kriechende Panik erreicht hier gerade alle Flächen, teile, Poren meines Körpers. Bleib so. Bleib so. Nicht bewegen, bloß nicht bewegen, egal, was du tust. Ich fühle nach, ob ich vollständig unter der Decke versteckt bin. So viel, wie geht. Vor allem meine Füße. Ich habe solche Angst um meine Füße. Es ist überall und nirgendwo. Und es ist nicht natürlich. Das Haus ist so still. Und so dunkel. Nähert es sich oder zieht es sich wieder zurück? Bin ich überhaupt wach? Vielleicht nicht. Aber die Starre, heiß und kalt gleichzeitig, aus dem Grauen heraus, was von überallher auf mich eindrückt, ist zu genau fühlbar. In meinem eigenen Bett, unter meiner eigenen Decke, sollte ich doch sicher sein? Ich will schreien. Ich will weinen. Ich will zu meiner Mutter. Ich will hier nicht alleine sein, hilflos, verletzlich, verwirrt. Angst Ich habe in allen Ecken extra nachgesehen, meinen Eltern Gutenacht gesagt und mir die Zähne geputzt, und jetzt liege ich hier in meinem dunklen Zimmer, in meinem warmen Bett und mache mir schon wieder Sorgen. Dieses ist fast vollständig aus Holz. Erst gestern habe ich von dem Brand gehört, bei dem drei Menschen fast gestorben wären. Mein Bruder will Feuerwehrmann werden, später. Das hat alles mit Feuer zu tun. WAS WÄRE, WENN – Es könnte total passieren. So Dinge passieren jeden Tag, überall. Warum sollte heute nicht der ultimative Unglückstag sein, an dem wir alles verlieren? Unser Haus und unsere Sachen, meine ganzen Sachen?? Ich werde Gott anflehen, so oft wie nur irgend möglich wiederholen, „Bitte, mach, das es hier nicht brennt, bitte, mach, dass es hier nicht brennt, bitte – „, dann wirkt es, ganz sicher. Was nehme ich mit. Schnell, überleg, wo dein ganzes Zeug ist, falls du keine Zeit hast, zu suchen… Ich scanne das Zimmer ganz genau. Jede dunkle Ecke. Könnte das eine Flamme sein? Eine kleine zarte Feuerzunge, die sich in mein Leben gräbt? Dahinten, beim Schrank? Oh Gott, ich glaube, es brennt. Es brennt, es brennt in meinem Zimmer, wie schnell breiten sich so Flammen aus? Ich kann meine Eltern in der Küche unten hören. Sie ahnen nichts von dem Feuer, das hier gleich ganz sicher in meinem Zimmer wütet und von dort aus das ganze Haus auffrisst – Aber ich kann mich nicht bewegen. Ich bin wie festgeklebt unter meiner Decke. Ich muss doch irgendwem Bescheid sagen. ES PIEPT! es piept es piept es piept nein nein nein es brennt wirklich! Das ist der Feuermelder, ich kann mich immer noch nicht rühren nein nein nein warum höre ich nichts von meinen Eltern, was machen sie denn jetzt? Ich höre die Tür der Mikrowelle zuschlagen und meine Mutter leise lachen. Langsam beruhigt sich mein Atem, meine verkrampften Hände lösen sich und die Dunkelheit um mich herum hat wieder etwas Sanftes und Tröstendes. Oh Gott. Wir sind verschont worden. Wärme Wärme. Wenn du da bist, dann fühle ich überall Wärme. Du strahlst sie aus und ich sauge sie in mir auf und sie durchströmt meinen ganzen Körper. Wenn du mich berührst, dann kribbelt es, ein aufregendes, wohliges Kribbeln. Je näher du mir bist desto schneller schlägt mein Herz und wenn du mich küsst dann kommt es zur Explosion in mir. Mein Herz wird zu 1000 Blumen die sich öffnen und meinen Körper mir Farbe füllen. Vor meinen Augen sehe ich alles und nichts. Denn mit dir habe ich alles, habe ich das Gefühl, ich kann alles schaffen, und trotzdem brauche ich nichts als dich. Wenn du da bist, ist alles andere egal. Ich schaue in deine Augen und vergesse die ganze Welt um mich herum. Ich bin ein kleiner Igel und du bist mein Schatten, meine Sonne, mein Regenschutz und mein bester Igelfreund zugleich. Ich bin auch dein bester Igelfreund. Wenn ich Essen habe, dann teile ich es mit dir, dafür bekomme ich einen Platz in deinem Blätterhaufenbett. Wir brauchen niemanden anderen. Weil wir uns genau verstehen, weil wir immer wissen, was der andere denkt oder fühlt, weil du mich tröstest, wenn ich traurig bin und ich dich in den Arm nehme, wenn du wütend bist. Wenn ich die Welt nicht mehr verstehe, dann legst du dich neben mich, wir schauen in die Wolken und stellen uns vor, wir könnten fliegen. Dann kuschle ich mich an dich und möchte nie wieder an einem anderen Ort sein. Zusammen einen Raum streichen Mit der Linie 701- Benrath Betriebsbahnhof bis Rath S- bis zur Endstation fahren. 90 Minuten nebeneinander auf blau überzogenen Plastiksitzen, aus dem Fenster in die Stadt schauen und dir ab und zu sagen: Hier war ich schon mal, früher, da war es wärmer als jetzt. Auf dem Balkon sitzen, im Winter. Mit Decken, unter denen man trotzdem friert, zusehen wie das Eis im Teelichtglas noch ein bisschen kälter wird und ab und an Rauch ausstoßen. Oben, am Ende der Straße, Kaugummikugeln aus dem rostigen, roten Automaten ziehen, die ich in deine Jackentasche stecke, weil da mehr Platz drin ist. Dann bis ganz nach oben steigen. Da stehen wir dann und sehen zu wie die bunten Kugeln nacheinander, hüpfend die Straße hinunterrollen. Mit dem Zug nach England fahren oder mit dem Auto, die Fenster unten, meine Füße oben, auf dem Armaturenbrett. In einem Waschsalon nebeneinander vor der Waschmaschine sitzen, mit den Augen die Rotationen der Wäsche verfolgen. Umdrehungen zählen während Schaumwasser in den Abfluss rinnt. Einen ganzen Tag lang. Dein T-Shirt klauen und drei Wochen später zurückgeben. Schönheit ist Macht Schönheit stiehlt Schönheit befiehlt Dreht mir die Worte im Mund um Bevor ich was merke, bringt sie mich um Zum Glück kümmert mich das kein Stück Wenn sie nur schön ist Lass sie machen, was sie lustig ist Schönheit verzaubert Schönheit verhext Schönheit macht wett Dass man sich dafür verdreckt Schönheit verreckt Schönheit macht krank Manchmal hilft einfach kein Zaubertrank Schönheit verrottet Schönheit dörrt aus Keine so schöne Blüte kommt da raus Was auch immer du vorschlägst Was auch immer du sagst Ich nehm es nur mit deiner Schönheit Im Vertrag Sag mir das doch noch mal mit einem schönen Gesicht, Schätzelein. So wie du aussiehst, kriegst du keinen ab. Hoch damit! Runter damit! Drauf damit! Ab damit! Lad dir hier noch eine Tonne von dem Zeug drauf Schluck das Spuck das So, wie du aussiehst, gehst du mir nicht aus dem Haus Willst du gefallen, dann musst du leiden - Aber wenn du es tust, siehst du ganz andre Seiten Ein Wimpernschlag, ein Küsschen rot Der Taugenichts ist so gut wie tot Wenn du keine Waffen hast Keine Worte, kein Besitz Keine politische Keine soziale Keine ökonomische Keine sonstige Macht Dann, gib acht: Nimm dir, was du brauchst Mit den Schwertspitzen Einer Frau. Bevor sie es wissen Sind sie dir zu Füßen Dreh ihnen, wende ihnen Die Gedanken je nach Geschick In die Richtung, die sie lieben Und die sie gnadenlos zerstört Die Schwäche der Starken Die Stärke der Schwachen Wie sie bindet und betört Bleibt Schönheit. Sie sind geneigter, dir zuzuhören, wenn du nur entsprechend aussiehst. Sie sind willig, dich zu kaufen, wenn du ihrem Auge schmeichelst. Sie tun dir sicher diesen oder jenen oder noch drei andere Gefallen, wenn du ein hübsches Lächeln hast. Sie tun alles für einen Blick auf das, was sie nicht haben. Sie vergleichen sich mit dir – und wenn du gerade schön genug bist, aber nicht so, dass du an ihrem Ego kratzt, dann stehen dir alle Wege offen. Die Menschen sind schwach. Gemünzt auf den schönen Schein, zu dem sie den Inhalt sich ausdenken. Immer wird die ästhetischere Erdbeere in ihren Augen die süßere sein. Immer wird das glattgebügelte Kunstwerk eher ins Wohnzimmer passen. Immer wird der schönste Mensch auch der fehlerfreiste sein. Bis es halt nicht so ist. Warum? Weil Hässlichkeit uns Angst macht. Weil Hässlichkeit uns in Frage stellt, Weil Hässlichkeit uns entblößt, weil Hässlichkeit sich aufdrängt, weil Hässlichkeit nicht sein darf und weil Hässlichkeit schwach ist. Schönheit zeigt uns Vollkommenheit. Und wenn es eins gibt, was wir brauchen, und wenn es eins gibt, was wir niemals haben können, dann ist das Vollkommenheit. Ich will nichts verpassen! Alle sagen mir ,,Du hast ein super Abitur, du kannst dir aussuchen was du machen willst“. Und das weiß ich ja auch, aber ich will mich nicht entscheiden müssen. Es gibt da diesen Beruf, den ich super toll finde, aber wie weiß ich ob dieser der richtige für mich ist. Außerdem gibt es noch so viele andere Berufe die meine Freunde oder meine Familie mir empfehlen würden und die ich eigentlich auch gut finde. Aber wenn ich einen von denen nehmen würde, hab ich nicht das was ich bei anderen Berufen bekommen könnte und vielleicht brauch ich das. Ich will nichts verpassen! Warum kann ich nicht einfach alle haben? Ihr sagt das geht von der Zeit nicht aber warum nicht? Ihr sagt ich hätte dann keine Freizeit mehr und so, aber wenn ich das alles in meinem Job hätte? Ich meine Freunde, Freizeit in den Pausen und sonst auch alles was ich brauche. Ja, was wäre wenn ich das alles dort , in meinem perfektem Job, hätte?................................................... Ohhh Gott ich kann mein ganzes Leben doch nicht mit meiner Arbeit verbringen. Ok ich muss mich wahrscheinlich endscheiden, weil so geht es nicht weiter. Ob ich das mit euer Hilfe tue oder alleine ist egal. Aber was wenn ihr euch falsch endscheidet? Ich muss mich selber endscheiden ok? Ich muss……. Ich muss………. Ich muss……. Aber ich kann nicht! Models machen uns magersüchtig Ich will so sein wie ist. Genauso sein! Also.. äußerlich meine ich. Der Charakter ist nicht so wichtig, aber wie sie aussieht! Ich kenne ihrer Namen nicht, aber ich habe sie schon auf vielen Plakaten gesehen, mit ganz verschiedenen Klamotten und egal, was sie anhatte, sie sah einfach immer wunderschön aus! Da ist kein Gramm Fett. Von oben bis unten nicht. Ihr Busen ist nicht so groß, aber das liegt daran, dass auch dort kein bisschen Fett zu viel ist. Nur genau die Rundungen, die man braucht. Und das ist auch gut, denn Fett ist eklig. Ihr Bauch ist total flach, aber ihr Po nicht! Er ist aber auch nicht zu groß, sondern klein und knackig. Ich esse ja sowieso schon keine Süßigkeiten mehr.. und eigentlich sowieso nichts, was mit Zucker zu tun hat, außer Fruchtzucker, aber ich habe das Gefühl, dass das nicht reicht. So werde ich nie ihre Figur erreichen. Ich gehe jeden Tag joggen und esse nach 6 Uhr nichts mehr. Und davor nur Salat, aber ohne Käse ! Morgens esse ich einen Apfel und mittags eine Banane. Ich glaube da liegt der Fehler! Sie isst bestimmt mittags keine Bananen, sondern trinkt einen Tee. Oder sie lässt den Salat weg. Das sollte ich auch mal probieren... Aber ich habe das Gefühl, das alles bringt nichts! Ich kann machen was ich will, ich werde niemals so aussehen wie sie! Am liebsten würde ich ein Messer nehmen, und all mein Fett am Körper einfach abschneiden und wegschmeißen. In eine große Tonne, eine ekelhafte Fetttonne. Ihre Tonne würde leer bleiben. Meine Freunde sagen zwar immer, dass ich spinne. Dass ich doch total dünn bin und die perfekte Figur habe und mich nicht so verrückt machen soll. Sie haben mich ja auch noch nie im Bikini gesehen! Ich gehe nicht ins Schwimmbad, das ist mir zu peinlich. Meine beste Freundin sagt, das könnte zur Sucht werden, aber ich glaube ihr nicht. Wer zu dick ist, muss abnehmen, das ist doch keine Sucht! Meine Mama weiß nicht, dass ich ihre Pausenbrote immer wegwerfe oder verschenke, sie denkt auch, ich würde immer in der Mensa essen. Aber da würde ich niemals essen, da ist alles frittiert oder voll ölig. Sie, auf den Plakaten, hat früher bestimmt auch nie in der Mensa gegessen und sie ist mein Vorbild. Ich werde alles tun, um so zu werden wie sie. Selbsthass Manchmal will ich mich einfach nur schlagen. Wieso mach ich manche Sachen. Kann ich mich nicht mal zusammenreißen? Wieso? Erst denken bevor man redet! Ich könnte schreien, ich könnte mir den Kopf einhauen-meine Klamotten zerreißen! AHHHH! Dieses Gefühl, was einen komplett auffrisst, weil man sich so über sich selbst ärgert. Ich finde mich selber in solchen Momenten so unsympathisch. Ich hab so ein Hass auf mich! Ich will einfach nur schreien. Dann schrei ich auch – zwar in mein Kissen – aber ich schreie! Oft erwisch ich mich auf dabei wie ich meine Fingernägel tief in mein Arm ramme, aber ich merk es nicht. Die blauen Dellen, die zurückbleiben, sind wenigsten eine kleine Strafe. Oder ich reiße mir so fest in die Lippe wie es nur geht, aber die Wut bleibt. Auch wenn ich probiere alle Schulgefühle zu verdrängen gehen sie nicht weg! Sie bleibe da, wie festgeklebt in mir drinnen! In meinem Herzen, in meinem Kopf! Ich bin hässlich von außen, wie von innen! Abstoßen, der letzte Dreck! Aus dem Hass wir Ekel und aus Ekel wieder Hass! Diese Gefühl wenn man sich die Haare ausreißen will, wenn man sich schlagen will, wenn man sich einfach selbst bestrafen will!! Objekt der Begierde Nr. 394781 Ich, meine Damen und Herren, habe die aufregende Aufgabe, Ihnen zu verdeutlichen, warum Sie mich mit nach Hause nehmen sollten. Offensichtlich wird das nicht besonders schwer. Sie sind hiermit eingeladen einfach ihren Blick wandern zu lassen. Wie sie feststellen werden, habe ich kein Gramm Fett zu viel am Körper, und trotzdem genau richtig viel davon an den Stellen, wo eine Frau sie braucht. Meine Maße erreichen das Höchstmaß an Perfektion. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, einen Makel irgendwo zu entdecken – es gibt keinen. Ach und, in diesem formvollendeten Körper steckt so viel Erfahrung – dabei ist natürlich da drin noch reichlich Platz für andere Dinge. Es gibt nichts was ich schon getan hätte, und nichts was ich nicht für Sie tun könnte. An was erinnert sie mein Arsch? Woran denken sie bei diesen Brüsten? Welche Töne wollen Sie über diese Lippen kommen hören? Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich kann die treu- liebende Ehefrau spielen oder die verbotene Affäre. Ich kann Ihre Lolita oder Madonna sein. Ich kann mich unterordnen oder dominieren. Ob von vorne, hinten, oben oder unten – sie werden nicht enttäuscht sein. Laut, leise, hart oder weich – ich besorge Ihnen, was sie brauchen. Kein Wunsch wird unerfüllt bleiben. Ich sehe, Sie haben schon jede Menge Ideen. Wundervoll! Eines ist sicher. Wenn Sie mich wieder verlassen, werden Sie um vieles reicher sein als zuvor: Sie werden mich um meine Jungfräulichkeit erleichtert haben. Was ist Liebe? Was ist Liebe? Ist es das Gefühl von Wärme in einem drinnen? Ist es das Gefühl von tausend kleinen Ameisen, die sich in deinem Bauch verirrt haben? Ist es der Moment, wenn du jemandem in die Augen guckst und nicht mehr von seinem Blick los kommst? Ist der Grund für feuchte Hände, für einen schnelleren Atem? Ist Liebe das Funkeln in den Augen? Ich weiß es nicht. Ist Liebe einfach nur eine unglaublich große Sympathie, die man gegenüber einer anderen Person empfindet? Oder ist Liebe die Anziehungskraft die zwischen zwei Menschen steht? Ist es Lieben, wenn man einer Person alles verzeihen kann? Wenn man jemand sieht und weiß, dass sie/er der/ die Richtige ist? Gibt es so etwas überhaupt? Ist Liebe unendlich? Kann Liebe endlich sein? Ist Liebe der Schmerz, der einen überfällt, wenn der andere nicht da ist? Ist Liebe das Stechen in deiner Brust, wenn er/sie jemand anderen küsst? Tut Liebe weh? Darf Liebe weh tun? Ist Liebe gleich Liebe? Gibt es Liebe überhaupt? Ist es nicht nur irgendein Wort, dass sich jemand mal ausgedacht hat?
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